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Freitag, 27 Januar 2012 @ 22:06

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Lehrstelle im Tourismus für Jugendliche zu unattraktiv!

TourismusStingl: „Mindestens ein Stundenlohn von zehn Euro gefordert, und sind die Hoteliers dazu nicht bereit, dann muss man sie eben gesetzlich dazu zwingen!“
„Zu tief ins Glas geguckt haben dürfte Wirtschaftskammer-Bundesobmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft“, so der Bundesvorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblock in der vida (GLBvida) Josef Stingl, zu Johann Schenners Forderung Jugendliche aus dem Osten Österreichs mit einem finanziellen Bonus zu ködern damit sie in Vorarlberg, Tirol oder Salzburg eine Gastgewerbe-Lehrstelle anzunehmen – und das noch auf Kosten der ArbeitnehmerInnen, indem der monatliche Mobilitäts-Bonus aus dem von ihnen eingezahlten Arbeitslosengeldern finanziert wird. „Das Problem ist nicht, dass es im Westen Österreichs zu wenige Lehrstellensuchende gibt, sondern das Gastgewerbe-Arbeitsplätze in der Öffentlichkeit nicht unberechtigt einen schlechten Ruf haben!“ kontert der in Tirol als Koch werkende GLBvida-Funktionär.
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Werte Kolleginnen - Werte Kollegen

In eigener SacheGewerkschaftspolitisch zählt auch das Jahr 2011 nicht zu den Jahren in denen man zufrieden zurückblicken kann.
Die Arbeitslosenstatistik weist darauf hin, dass wir in Österreich im Vergleich mit dem Rest der EU hervorragend abschneiden; in Wahrheit sollte man sich aber einmal anschauen wie die Wirklichkeit ausschaut. Teilzeitarbeit, Menschen mit mehreren Beschäftigungsverhältnissen, Scheinselbständige, Beschäftigte die über Leihfirmen den Spitzenbedarf abdecken und täglich damit rechnen müssen nicht mehr benötigt zu werden nehmen Überhand. Kurzzeitarbeitslose mit Wiedereinstellungsgarantie sind an der Tagesordnung. Schul- und Studienabgänger ohne Beschäftigung werden von der Statistik nicht erfasst.
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Times They Are A-Changin'

ÖBBVon Werner Beier, Stv. Bundesvorsitzender des GLB
Was Bob Dylan 1964 proklamierte, trifft nur bedingt auf die Bahn und die EisenbahnerInnen zu, denn deren Bashing ist ja schon seit Jahrzehnten liebgewonnenes Brauchtum der rund acht Millionen österreichischen Bahnspezialisten und Expertinnen.
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Dauerthema ÖBB-Budget

ÖBBVon Franz Grün
Über zwei Milliarden Euro werden die Österreichischen Bundesbahnen aus dem Steuertopf benötigen um den Betrieb aufrechtzuerhalten. So wird es in diversen Boulevardblättern kolportiert. Die Wirklichkeit sieht freilich anders aus. Gesprächsstoff an den Wirtshaustischen, aber auch in den Zügen wird es wieder genug geben, wenn diverse Medien wieder einmal auf das staatseigene Unternehmen ÖBB losgehen. Von Defizitlern und faulen Eisenbahnern, die noch dazu allzu früh in die Pension gehen, wird wieder die Rede sein. Und es wird wieder einmal niemand fragen, wie sich diese Mittelzuwendungen zusammensetzen.
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Unsere Lehren: Kein Zurückweichen!

Gewerkschaft und ArbeiterkammerVon Werner Beier, Stv. GLB-Bundesvorsitzender
Der Druck bei den Metallern ist gewaltig. Im ersten Halbjahr 2011 stieg die Produktivität um über 11 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Darüber hinaus hat die letzte Krise der Einführung eines hinterfotzigen Systems der Lohnsklaverei Vorschub geleistet: Vernichtung von Vollarbeitsplätzen zugunsten von Leiharbeit, rigideste Formen der Zeit- und Arbeitserfassung gekoppelt mit einer noch nie dagewesenen Arroganz von Managern und Vorgesetzten sowie ein allgegenwärtiges Schüren von Missgunst und Misstrauen innerhalb der Kollegenschaften. Die Forderung nach nicht verhandelbaren 5,5 Prozent Lohnsteigerung unter dem Eindruck der sich schamlos an den Töpfen bedienenden sogenannten „Eliten“ sind nur die eine Seite der Medaille.